8Solidarökonomische Landwirtschaft als Beitrag zur Herausbildung eines nachhaltigen Ernährungssystems?

Solidarökonomische Initiativen in der Landwirtschaft wie z.B. die Regionale Vertragslandwirtschaft (RVL), streben mit einer anderen Konsum- und Produktionslogik eine Demokratisierung der Lebensmittelversorgung an, in der Produktion, Verarbeitung und der Vertrieb von Nahrungsmitteln selbstbestimmt von Produzenten und Konsumenten gemeinsam geregelt wird. Dazu gehört u.a. auch die Wahl einer ökologisch verträglichen und nachhaltigen Landbewirtschaftung und die Bereitschaft, die der landwirtschaftlichen Produktion innewohnenden Risiken und Kosten gemeinsam zu tragen. Solidarökonomische Initiativen zeigen somit praktisch alternative Wege auf, welche einen Beitrag zur Herausbildung eines neuen nachhaltigen Entwicklungspfads im Ernährungssektor bieten könnten. In diesem Workshop diskutieren wir gemeinsam mit Gästen aus der Praxis anhand von konkreten Initiativen über Chancen und Grenzen der regionalen Vertragslandwirtschaft (RVL). Aus der Region Bern stellen Claudia Schreiber von «Soliterre» und André Stucki von «Radiesli» ihre RVL-Initiativen vor und zeigen auf, wie eine andere Form der Produktion und des Konsums möglich ist. Als Hintergrund bietet das laufenden Forschungs- und Vernetzungsprojekt «Die Bedeutung der Solidarökonomie für die Entwicklung des ökologischen Landbaus in Europa früher und heute» weitere Inputs für die Diskussionen.

Mitwirkende: Stephan Rist, Bettina Scharrer, Sibylle Berger

Nachhaltigkeitsziel (SDG) 2: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

Sprache: DE, FR, EN

Raum:

Status: Ausgebucht