11Sustainability, Sustainability Reporting und Kapitalmarkt

«Nachhaltige Entwicklung» (auch «Corporate Social Responsibility», «Sustainability» oder «Citizenship») gewinnt für die Unternehmensführung und den Kapitalmarkt zunehmend an Bedeutung. «Nachhaltige Entwicklung» wird dabei in einem in der Ökonomie gängigen Modell als auf drei Säulen aufbauend beschrieben, nämlich die ökonomische, die ökologische und die soziale. Allerdings steht die ökonomische Säule nicht isoliert neben diesen, sondern ist eng mit ihnen verwoben. Die Wechselbeziehungen innerhalb dieser Ziel-Trias stellen den Fokus des Workshops dar. Er soll einen Einblick in die Forschung zu «Sustainability» am Kapitalmarkt geben. Unternehmen müssen ökonomisch erfolgreich sein, um Investoren zu gewinnen, dabei aber auch ökologische und soziale Kriterien berücksichtigen. Dies wirft Fragen auf: Schliessen sich finanzielle und ökologische/soziale Kriterien aus? Können Unternehmen Investoren anziehen, die sich für diese interessieren? Wie beurteilen Investoren diese Performance? In dem Workshop sollen zentrale Forschungsströmungen und Argumente vorgestellt und diskutiert werden. Ziel ist dabei der kritische, aber konstruktive Austausch über die verschiedenen Perspektiven und Positionen

Mitwirkende: Markus Arnold, Christoph Hörner 

Lessons learned

Ziel des Workshops war der Austausch und Dialog über Forschung zum Thema Sustainability am Kapitalmarkt. Ein Überblick über wichtige Forschungsströmungen und Argumente sollte durch eine anschliessende Gruppendiskussion ergänzt werden. Zunächst wurden zentrale Konzepte knapp vorgestellt, die für die Auseinandersetzung mit Sustainability aus einer betriebswirtschaftlichen Perspektive wichtig sind. Im Fokus stand die Sensibilisierung für gegebene Strukturen, Limitationen und Anreize. Einerseits können sich Konfliktpotentiale aus der Tatsache ergeben, dass Unternehmen immer auch ein wirtschaftliches Überleben «am Markt», eine «ökonomische Sustainability», sichern müssen. Andererseits sind Unternehmen in dynamische Gesellschaften und Normensysteme eingebunden, mit denen sie interagieren und aus denen sie ihre Legitimation beziehen. Je wichtiger Sustainability als gesellschaftliches Thema wird, desto wichtiger wird es auch als Thema für Unternehmen, das sowohl Gefahr als auch Chance für (manche) Unternehmen darstellen kann. Auch am Kapitalmarkt gewinnt Sustainability in Form von Socially Responsible Investing (oder: Ethisches Investieren) immer stärker an Bedeutung. Hierbei können sich je nach Investor Vorstellungen, Ziele und Erwartungen unterscheiden. In der abschliessenden anregenden und konstruktiven Diskussion wurden die erwähnten Themen aufgegriffen und vertieft sowie Gedanken darüber ausgetauscht, wie Unternehmen über ihre Aktivitäten im Bereich Sustainability berichten können, wie sich Greenwashing enttarnen lässt und wie Investoren auf solche Unternehmen reagieren.

Nachhaltigkeitsziel (SDG) 8: Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

Sprache: DE

Raum: A004

Status: Ausgebucht