7«Eigentlich wollte ich heute die Welt retten, aber leider regnet es»: Wie man mit Verhaltensökonomik nachhaltiges Verhalten auch tatsächlich erreichen kann.

Die meisten Leute wollen die Umwelt schützen, aber im Alltag verhalten wir uns doch oft anders und nutzen zu viel Plastik, trennen zu wenig Müll oder reisen zu oft mit dem Flugzeug. In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden zunächst einige Beispiele verhaltenswissenschaftlich fundierter Strategien kennen, wie man nachhaltiges Verhalten tatsächlich schaffen kann, zu Hause, auf der Arbeit oder unterwegs. Ziel des Workshops ist es, eine verhaltenswissenschaftliche Mini-Studie zu planen und zu Hause oder am Arbeitsplatz einfach mal auszuprobieren.

Mitwirkende: Sebastian Berger

Lessons learned

Die Teilnehmende lernten die wesentlichen Erkenntnisse der verhaltensökonomischen Forschung kennen und definierten Stellschrauben, mit denen sie umweltfreundliches Verhalten umsetzen können. Zum Beispiel können Voreinstellungen («defaults») genutzt werden, um umweltfreundliches Verhalten zu erreichen. Des Weiteren helfen sogenannte Framing-Effekte, das gewünschte Verhalten effektiv zu steuern. Eine weitere wichtige Stellschraube war psychologische Salienz. Sind die Umweltkosten salient bzw. psychologisch einfach zu fassen, können Verbraucher diese effektiver in ihr Entscheidungskalkül einbeziehen. Gruppendruck ist ein vierter diskutierter Effekt, der umweltfreundliches Verhalten auf «psychologische» Art erhöhen kann. Mit dieser Werkzeugkiste wurden dann im jeweiligen Bezugsrahmen der Teilnehmenden Interventionen gestaltet, die helfen, sich umweltfreundlicher zu verhalten und dieses Verhalten auch bei anderen zu erreichen.

Nachhaltigkeitsziel (SDG) 13: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

Sprache: DE

Raum: B106

Status: Ausgebucht